Drei Brotprüfer sind in Deutschland für Sie unterwegs um Ihr Brot zu testen. Sie nehmen es genau unter die Lupe und testen die Qualität anhand von sechs Kriterien. Wenn die Prüfer das Brot für “gut” oder “sehr gut” befinden, erhält die Bäckerei das begehrte IQBack-Siegel.

Manfred Stiefel testet seit sieben Jahren Brote, überwiegend in Bayern und Württemberg. Er ist gebürtiger Berliner, der 2009 seine Heimat verlassen hat, um in Konstanz am Bodensee zu wohnen. Manfred Stiefel ist aus Überzeugung Bäcker und hat sich berufsbegleitend stets für die Qualität von Backwaren interessiert.
Herr Stiefel, weshalb sind Sie Brotprüfer geworden?
Ich bin Brotprüfer, weil es mir Spaß macht, etwas zur Verbesserung der Qualität von Backwaren beitragen zu können. Ich kann durch meine Tätigkeit den Bäckern helfen, die Qualität ihrer Brote und Backwaren zu verbessern. Die Bäcker sind für meine Tipps dankbar, und ich erhalte viele positive Rückmeldungen. Der fachliche Austausch mit Bäckern, der tägliche Kontakt mit den Verbrauchern und der Presse macht die Tätigkeit als Brotprüfer sehr abwechslungsreich. Der Beruf gefällt mir außerdem sehr gut, weil er zu meiner Lebenseinstellung passt, da ich auch über Brot hinaus an qualitativ hochwertigen Lebensmitteln interessiert bin. Eine gesunde und bewusste Ernährung ist mir sehr wichtig.
Welche Aspekte gefallen Ihnen am Beruf des Brotprüfers?
Man steht als Brotprüfer nicht nur in engem Kontakt mit Bäckern sondern auch mit Verbrauchern und der Presse. Auch diesen Teil der Arbeit finde ich sehr interessant und wichtig, um das Bäckerhandwerk in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Man agiert als Brotprüfer auch ein Stück weit als eine Art „Aufklärer“. Viele Kunden denken, dass Bäcker nur noch „aus der Tüte“ backen oder, dass Weißbrot prinzipiell schlecht und ungesund ist. Ich kann durch meinen Beruf an dieser Stelle viel Aufklärungsarbeit leisten. Um die Prüfertätigkeit in das öffentliche Bewusstsein zu rücken, sind der Kontakt und die Zusammenarbeit mit der Presse sehr wichtig.

