Drei Brotprüfer sind in Deutschland für Sie unterwegs um Ihr Brot zu testen. Sie nehmen es genau unter die Lupe und testen die Qualität anhand von sechs Kriterien. Wenn die Prüfer das Brot für “gut” oder “sehr gut” befinden, erhält die Bäckerei das begehrte IQBack-Siegel.

Michael Isensee ist bereits seit 20 Jahren als Brotprüfer in Nord- und Mitteldeutschland unterwegs. Er testet Brote, Brötchen und Stollen in Niedersachsen, Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen und Hessen. Nachdem er die Meisterprüfung im Bäckerhandwerk erfolgreich absolviert hat, war er etwa fünf Jahre in einer Bäckerei tätig, bis er sich mit 28 Jahren als Prüfer beim IQBack-Institut beworben hat.
Herr Isensee, was gefällt Ihnen am Beruf des Brotprüfers?
Mir gefällt es, jeden Tag Kontakt zu neuen Leuten zu haben. Die Brotprüfungen finden meistens öffentlich statt, sodass Verbraucher direkt mitverfolgen können, wie wir die Brote prüfen. Doch wir stehen als Prüfer nicht nur im Kontakt zu den Verbrauchern, sondern vor allem im Kontakt mit den Bäckern. Wir helfen den Bäckern ihre Produkte zu verbessern und Mängel in den Produktionsprozessen aufzudecken.
Warum ist Ihre Arbeit wichtig?
Unsere Arbeit als Brotprüfer ist deshalb wichtig, weil wir den Bäckern aus deren Betriebsblindheit helfen. Wir haben einen objektiven Blick auf die Produkte und können mit unseren Tipps direkten Einfluss nehmen. Wenn beispielsweise die Kruste eines Brotes zu hell und dünn ist, kann es sein, dass dem Bäcker dies gar nicht mehr auffällt, weil er das Brot bereits seit Jahren so herstellt. Aber wenn wir ihm nun den Tipp geben, das Brot zehn Minuten länger auszubacken, wird er merken, dass das Brot viel besser schmeckt.
Sie sind seit 20 Jahren Brotprüfer. Wird es da nicht irgendwann langweilig jeden Tag Brot zu sehen und zu essen?
Nein, ganz und gar nicht. Brot ist ja schließlich nicht gleich Brot. Da ich in sehr vielen Regionen Deutschlands unterwegs bin, prüfe ich viele regionale Spezialitäten. Außerdem ist jedes Brot anders: Ein Roggenbrot in Sachsen schmeckt anders als eines in Bremen. Die Arbeit bleibt daher immer spannend und vielfältig.

